Donnerstag, 14. August 2014

Tag 3: das große Aussenden

Der gestrige Tag bestand von morgens bis abends ausschließlich daraus, die reingekommenen Änderungen in der Datenbank zu überprüfen, gegebenenfalls zu ändern und abzuspeichern.
Was die Arbeit dann zusätzlich noch komplizierter macht ist, wenn Paris kurz nach der Mittagspause, also kurz vor dem Aussand, noch neue Änderungen schickt, wenn ich an sich mit dem Dokument fertig bin.
Bis Feierabend war ich aussschließlich damit beschäftigt die Änderungen in die Dokumente einzubauen, diese zu formatieren und an die Kunden zu verschicken. Somit habe ich nicht viel von den ganzen Entscheidungen bei der Leichtathletik-WM mitbekommen und werde somit auch nichts zur manigfaltigen Kritik an unseren Kommentatoren sagen.

Heute Abend geht es für mich in einen kurzen Kurzurlaub in die Nähe von Bozen, weshalb ich heute schon mal kurz erzähle, was jetzt gleich ansteht:
1. Programmaussand Samstag bis Dienstag (PDF, DOC, XML)
2. Daten an Sky senden via App
3. Aussand der Programmwochen 34+35 und HOFFENTLICH:

4. das Oktober-Programm übersetzen und einbauen.

In diesem Sinne verabschiede ich mal so langsam in den Feiertag mogen und ins Wochenende. Viel Spaß bei allem was ihr tut!

Mittwoch, 13. August 2014

Tag 2: Konflikt- und Problembewältigung pur

Neben dem täglichen Aussand, den ich euch gestern schon beschrieben habe, stand gestern vor allem Eins an: Improvisieren.
Unsere Schwesterabteilung in Paris muss normalerweise gegen den 10. eines jeden Monats das Programm für den jeweiligen Monat (im August ist es der Oktober) in unserer Datenbank freigeben. Doch daran hakt es noch etwas, sodass wir das Programm erst morgen (Donnerstag) erhalten und somit vielleicht einen Bruchteil der rund 1500 Sendungen (für alle drei Sender) einbauen können. Aber da können wir nichts dran machen, wir sind von denen abhängig.
Es ist zwar schade für meinen Chef, dass wir die Arbeit für ihn (zumindest teilweise) nicht erledigen konnten, aber so ist es nun mal.
Dafür habe ich mich dann damit beschäftigt, die Programmhighlights für den Monat November herauszusuchen. Wir haben vorfomatierte Listen, die für den jeweiligen Monat überarbeitet werden müssen. Da stehen Infos wie Event, Datum und Übertragungsformat drin. Dazu muss ich dann jeweils dazu einen Vorschautext schreiben, den die TV-Zeitschriften/Agenturen/Journalisten dann verwenden können. Das ist ein Teil meiner Arbeit, der schon eher redaktionell ist, was mir natürlich sehr entgegen kommt. Nichtsdestotrotz habe ich damit große Mühe gehabt, wie eigentlich immer. Das Problem ist meistens, dass wir nicht genau wissen, was wir in dem Monat zeigen, weil die Planung nur sehr grob ist. Ich kann mich an den Listen des vergangenen Jahres orientieren, aber auch dsa klappt nur selten.
Super Beispiel gestern: immer am ersten November-Wochenende findet der New York City Marathon. Den haben wir im vergangenen Jahr live übertragen und steht. Aber ich habe keine Ahnung, wie es dieses Jahr ist.
Noch schwieriger ist es bei Eurosport 2: die Web Grids - grobe Programmübersicht für jede Woche des Jahres - sind noch nicht einmal bis Mitte September freigeschaltet, sodass wir da wirklich im Dunkeln tappen. Die letzte Lösung ist meistens, die raumgreifenden Highlights von Eurosport (zum Beispiel Wintersport) zu übernehmen.
Heute und morgen sind jedenfalls die Tagesaufgaben wichtiger als die Liste, weshalb ich damit am Montag weitermachen werde. Aber wäre doch gelacht, wenn ich das nicht auch hinbekäme!

Dienstag, 12. August 2014

Tag 1: Produktivität trotz Leerlauf im Büro

Gerne spricht man ja zu dieser Zeit vom berühmten Sommerloch.
Doch was ist das eigentlich für einen Journalisten? Das habe ich mich schon gefragt, als ich mich erstmals mit dem Beruf (damals noch als interessierter Nachrichtengucker) befasst habe.
Nun kann ich es euch sagen: gähnende Leere im Büro und totale Ruhe.
Sofern nicht mal eine der 80 Motocross-Wiederholungen läuft, bei der der Kollege aus dem Fernseher durchs Büro brüllt, wie actionreich es doch sei, obwohl die Piloten im Abstand von zwei (2!) Sekunden durch den Parcous fahren, ist echt nix los.
Geschäftsführer, Marketing- und Senderentwicklungschef, Leiter Programmkommunikation, Sales Director und Finace- und Buchhaltungsmitarbeiter sind im Urlaub. Und auch das Zuschauertelefon steht still - anders als sonst.
Und wenn mein Sitznachbar nicht mal mit einem euphorisierten "oooohoooo!" mit zwei anderen Kollegen in eine Zigarettenpause aufbricht, ist ansonsten auch eher Stillstand.
Meiner Arbeit kommt das sehr entgegen: wäre jetzt hier Jahrmarkt, käme ich beim, Erledigen der Sachen meines Chefs wohl ins Schleudern.

Nun, was mache ich? Blicken wir zurück auf gestern.
Die erste Pflicht an jedem Tag ist der Aussand des täglichen Programms. Unser Turnus sieht montags den Versand des Mittwochs-Programms vor. Das heißt, ich ziehe mir den Ablauf aus unserer Datenbank, formatierte das Ganze und speichere es als Word, PDF und XML ab. Per Mail schicke ich die insgesamt sechs Files dann an die Kunden im Mail-Verteiler.
Danach habe ich eine Mail nach Paris geschrieben, um die Freigabe des Oktober-Programms zu erbitten. Alle Programmartikel in der Datenbank kommen aus Paris, müssen aber (logischerweise) übersetzt und angepasst werden. Da es für alle drei Sender insgesamt (Eurosport HD, Eurosport Deutschland und Eurosport 2) etwa 1400 Sendungen sind, dauert die Freigabe ewig.
Ich habe die Mail gestern Morgen gegen 11 Uhr geschrieben, bis jetzt sind wir bei 450 Sendungen, also grob ein kompletter Sender ist gerade einmal hier angekommen. Und solange die Datenbank nicht mit einem kompletten Tag eines jeweiligen Senders ist, können wir diesen auch nicht bearbeiten. heißt: vermutlich fangen wir heute im Laufe des Tages mit dem Einbauen an.
Nach der kurzen Mittagspause habe ich mich dann um das Zusammenstellen von Bildern, Recherchieren und Schreiben von Texten für den EPG (Elektronische Programmzeitschrift) gekümmert. Insbesondere das Recherchieren zu kleinen Events  - wie beispielsweise der Kanuslalom-WM in Deep Creek, Maryland (USA) - nimmt viel Zeit in Anspruch. Sowohl für den Text als auch für Bilder. Aber es bildet ungemein weiter, mein Wissen über alle existierenden Sportarten wird von Tag zu Tag größer. Und das finde ich einfach genial.
Schon mal was von Sepak Takraw gehört? Nicht?! Kein Problem, ich erzähle euch gerne was dazu, wenn Interesse besteht.
Pünktlich zum Feierabend wurde ich glücklicherweise mit dem Zusammenstellen der Bilder und dem Schreiben der Texte fertig, heute baue ich alles ein und verschicke es.
Lest morgen, was ich heute gemacht habe (klingt komisch, aber so mache ich's nunmal)!