Donnerstag, 6. November 2014

Zurück im Office - auf in den Endspurt!


Seit Montag bin ich also zurück im Office und das Praktikum neigt sich dem Ende zu. Noch fünf Wochen bin ich hier und ich werde wehmütig, wenn ich auch nur im Entferntesten dran denke. Fast alles hat gepasst und, dass ich nun auch außerhalb des Büros arbeiten darf zeugt sicherlich davon, dass ich nicht alles falsch gemacht habe während ich hier war.
Nicht alles falsch ist ein gutes Stichwort: auf der Suche nach möglichen Arbeitsstellen stieß ich beim ORF auf eine Art Casting. Sofort entbrannte in mir der Wunsch mich zu bewerben, denn mein Lebenslauf ist schließlich voll und ich kann eine Reihe von Kompetenzen vorweisen.
Hinzu kommt noch, dass es bei der Bewerbung darum ging, zwei Radiobeiträge zu machen – einen im Stile eines Live-Kommentars (perfekt!) und einen normalen Beitrag zu einem Fußballclub aus der Österreichischen Bundesliga.
Für die Live-Reportage hatte ich direkt eine Idee, der Fußball-Beitrag wurde innerhalb einer halben Stunde Vorbereitungszeit geboren. Ich habe genauso wenig Ahnung vom österreichischen Fußball wie vom Curling, aber es hörte sich einfach rund an.
Die Bewerbung schickte ich am Freitag raus und bekam innerhalb von 24 Stunden zwei Rückmeldungs-Emails, dass die Bewerbung eingegangen sei und umgehen geprüft werde. Gesagt, getan.
Am gestrigen Abend rief mich der Sportredaktionsleiter des ORF Vorarlberg (dort wäre der Arbeitsplatz) an und bedankte sich für meine hervorragende Bewerbung. Fachlich sei ich absolut prädestiniert, ich hätte großes Talent und ein sympathisches Auftreten.
Das Problem an der Geschichte ist jedoch, dass ich meinen Wohnsitz woanders hätte und man leider zu deutlich rausgehört habe, dass ich kein Österreicher sei. Darauf lege man ungeheuren Wert, bedauere es aber sehr mich nicht einladen zu können.
Ich hatte maximal leise Hoffnung überhaupt eingeladen zu werden, aber dass sich innerhalb so kurzer Zeit mein potenzieller Chef bei mir melden würde, das war schon ganz groß. So bedankte ich mich für seinen Anruf und die netten Worte.
Er meinte zum Abschied, es sei schwierig einen wie mich zu finden und ich solle es doch bei einem deutschen Sender versuchen.
Unter dem Strich überwiegt für mich das Positive, auch wenn es nicht geklappt hat. Ich finde es super, wenn man mit Bewerbern derart persönlich umgeht und ihnen auch noch Tipps für die Zukunft gibt. Zumal ich mir derzeit total unsicher bin, wie es weitergehen soll.
Ich würde am Liebsten gleich weiter in einer Redaktion arbeiten oder ein Volontariat machen anstatt weiter zu studieren. Für mich ist der Wert des täglichen Arbeitens höher als das theoretische Frontale in der Uni.
Nun heißt es abwägen und sondieren, ob sich etwas auftut. Wenn nicht, dann soll es nicht sein und ich gehe für weitere 1 ½ Jahre in die Vorlesungen. Für Ratschläge und Ähnliches bin ich natürlich empfänglich und auch dankbar.

P.S.: das Zuschauertelefon ist in dieser Woche erstaunlich ruhig und es verspricht auch so ruhig zu bleiben, DENN: der home-24-Spot mit dem „Arsch der Welt“ wurde durch ein neuen (in drei Varianten) ersetzt, der keinerlei vermeintlich anzuügliche Wortwahl enthält. Ist das was, oder ist das was?