Dienstag, 29. September 2015

Eine Frage der Qualität - wie überall

Heute möchte ich über etwas elaborieren, was mir während meiner Literaturarbeit im Zuge meiner Bachelorarbeit begegnet ist: ein Konstrukt zum Thema "Qualität im Sportjournalismus".
Man ertappt sich ja immer wieder selber dabei, seine zu journalistischen Produkten gebildete Meinung kundzutun. Das ist auch absolut in Ordnung so, dafür gibt es ja schließlich die Meinungsfreiheit.
Doch als bald studierter Journalist frage ich mich: in was für eine Welt tauche ich da eigentlich ein? Gibt es überhaupt Produkte und Arbeitgeber, die mir gefallen und mit denen ich mich identifizieren kann? Denn ich bin einer derjenigen, die sich wirklich Gedanken machen, wohin ich selber am Besten passe. Ich möchte mich später wohlfühlen und nicht nur irgendwo arbeiten, weil es gut (vielleicht sogar zu gut) bezahlt ist.
Was also möchte ich später leisten? Ganz einfach: qualitativ journalistische Arbeit im Bereich des Sport. Sport ist nunmal ein Unterhaltungsressort, da kann man behaupten, was man möchte. Es ist einfach so. Doch was macht Unterhaltung aus? Unterhaltung bedeutet nicht, sich irgendwelche Boulevard-Geschichten zu schnappen und diese bis aufs Äußerste auszureizen. Ich orientiere mich da lieber an der Sichtweise der Sky-Mitarbeiterin Hanna Schmalenbach, die sagt: private Geschichten am Rande des Sports, die mit dem eigentlichen Thema nichts mehr zu tun haben, dürfen nicht den Kern der Sportberichterstattung ausmachen. Genauso ist es, Punkt, Ende, Aus!
Ob das die Realität ist, möchte ich lieber euch fragen. Ich habe da sicher eine eingeschränkte Sicht darauf, darf aber sagen, dass mir so einiges am Sportjournalismus 2015 nicht gefällt. Das bedeutet aber natürlich im Umkehrschluss nicht, dass ich schreiend weglaufe und darauf keinen Bock mehr habe.
Ganz im Gegenteil! Ich möchte mit meinem Stil und meiner Arbeit dazu beitragen, dass Rezipienten gut informiert und unterhalten werden. Genau das ist der Kern der Arbeit eines Sportjournalisten. Aber ohne dabei die Qualität zu vernachlässigen.

Das soll es erstmal aus der Sparte gewesen sein. Aber vielleicht bietet dieser Eintrag ja Grundlage für lebhafte Diskussionen und wir unterhalten uns demnächst über weitere Aspekte von Qualität im Sportjournalismus. Das waren ja bloß die Grundlagen ;-)

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