Manchmal muss man erst etwas ausprobieren, um zu merken, wie es wirklich richtig geht bzw. richtig gehen kann. So ist es auch mit diesem Blog. Würde ich täglich schreiben (können), würde ich vermutlich hauptsächlich über das WM-Turnier schreiben, weil die Arbeitsabläufe mittlerweile mehr oder weniger dieselben sind. So habe ich mich jetzt mit mir selbst drauf geeinigt, dass so 1-2 Mal die Woche eine angemessene Regel ist.
Was ist also diese Woche passiert? Am Montag hatte ich meinen ersten gemeinsamen Arbeitstag mit meinem Chef. Dieser war in meinen ersten beiden Wochen noch im Urlaub in Kroatien und so sah er auch aus. Braun gebrannt bis zum geht nicht mehr. Er meinte auch, es wäre jetzt wieder an der Zeit für den Alltag, denn "nur Fressen und rumliegen" schade dem Menschen. Das Gefühl kenne ich persönlich jetzt nicht so gut, aber er wird schon recht damit haben.
Wir hatten uns in den Gesprächen bislang immer gesiezt, aber das macht bei uns im Büro niemand. Wir sind eine kleine Familie, jeder kennt jeden. Ich nur manche mit Namen noch nicht, aber das pendelt sich schon ein. Für Freunde des gepflegten Flachwitzes noch der Folgende: mein Chef heißt wie ein Spanier ohne Auto.
Rückblickend auf diese Woche muss ich feststellen, dass es die Anstrengendste bisher war, da ich erstmalig alle fünf Tage arbeiten musste. 39 Stunden waren es insgesamt, da wir für das Spiel der Deutschen gegen die USA eine Stunde eher Feierabend bekamen. Zumindest die, die Fußballbegeisterte sind. Ja - auch solche gibt's bei uns.
Interessant war noch eine weitere Erfahrung: wenn man Kommentatoren, die man sonst nur durch die Stimme kennt, mal in Real-Life sieht. Mit Sigi Heinrich - eine wahrhaftige Legende - war das noch etwas anderes. Den habe ich durch eine kleine Recherche, die mir unser PR-Chef Werner aufgetragen hatte, dann auch mal in voller Pracht gesehen. Zwar nur auf Fotos, aber das hilft. Als der nämlich in unserem Büro auftauchte, erkannte ich ihn sofort und auch die Stimme. Es gibt ja auch Beispiele von Reportern, die klingen on Air ganz anders als so normal.
Bei Guido Heuber (macht u.a Ski Alpin) war das komplett anders. Den habe ich fast bis zu seinem Abschied nicht erkannt. Aber irgendwann fiel es mir dann doch wie Schuppen von den Augen. Tja, so spielt das Leben manchmal, es kann auch an meiner Müdigkeit im Kopf gelegen haben. Die habe ich jetzt über das Wochenende versucht loszuwerden, morgen wird es ja sowohl durch Arbeit als auch durch den Fußball wieder anstrengend.
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