Der (Pfingst-)Sonntag ist ja eher dafür bekannt, ein Tag der Ruhe des Nichtstuns zu sein.
Doch weit gefehlt, heute waren alle im Haus gut beschäftigt.
Die Kinder wurden von ihrer Tante abgeholt und verbrachten den Tag bei den Ritterfestspielen und die Eltern fuhren in den Englischen Garten.
So blieb ich dahoam (ja so langsam werd' i doch a Bayr) und setzte mich nach der ersten Brotzeit vor meinen Rechner, surfte und modellierte meine Musiksammlung. Ich vergaß die Zeit so schnell, dass es bald schon 14 Uhr war und damit Zeit für die Afternoon-Session beim World Cup of Darts in Hamburg war.
Zunächst gab es das Match zwischen Schottland und Nordirland; eigentlich eine klare Sache, wenn man sich die Weltranglistenplätze der Spieler anschaut. Beide Schotten, namentlich Peter Wright und Robert Thornton, befinden sich derzeit in den Top 10. Wright wurde bei der vergangenen WM Zweiter, die beiden Nordiren Brendan Dolan und Michael Mansell tummeln sich um Platz 50 herum.
Doch der Unterschied war heute nicht sehbar. Wright verlor sein Einzel gegen Brendan Dolan, der sage und schreibe einen einzigen Pfeil auf die Doppelfelder NICHT traf. Und auch Michael Mansell spielte ein tolles Match, wohl das Beste seiner Karriere und verlor nur knapp mit 3:4 Legs gegen den starken Robert Thornton.
Im nun entscheidenden Doppel war die Schwachstelle Peter Wright zu groß für Thornton, das konnte er nicht kompensieren. Nach einem abermals überirdischen Auftritt mit einem 156er-Finish schieden die Schotten schlussendlich aus. Die Nordiren unterlagen im Halbfinale dann den Niederländern, die nun gegen England spielen. Die wiederum hatten Australien ausgeschaltet - ebenfalls erst im Doppel.
Nach Darts war dann Tennis an der Reihe - Rafael Nadal gegen Novak Djokovic. Seitdem Nadal Profi ist, hat er ein einziges Mal die French Open NICHT gewonnen, überhaupt nur drei Matches auf seinem Belag, dem Sand verloren. Und so war es heute auch, Anfangs war die Nervosität doch groß und der Djoker konnte den ersten Satz mit 6:3 für sich verbuchen. Doch dann kam Nadal wieder zu sich, wurde immer stärker und gewann so den zweiten Satz mit 7:5. Spätestens zu diesem Zeitpunkt, nach fast zwei Stunden, wirkte Djokovic angeschlagen und müde. Er stemmte sich mit allem was er hat gegen die Niederlage, doch der Spanische Orkan wehte zu stark über den Serben hinweg. Djokovic verlor das Match mit einem Doppelfehler, bei dem ihm mehrfach Zwischenrufe ablenkten.
Nach diesem Schlagabtausch entschied ich mich dazu, nun selber mal sportlich zu werden und zog mir meine Laufsachen an. Es waren immer noch 25 Grad draußen, stickige Luft. Aber trotzdem hielt ich es immerhin 50 Minuten lang aus, was nicht schlecht ist für 4 Monate nicht laufen gehen.
Jetzt relaxe ich in meinem Zimmer beim Darts-Finale.
Euch einen schönen Pfingstmontag und den Bayern unter euch schöne Ferien!

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